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Call for Papers: „Innovationsfelder: Handlungsfelder der Koordination komplexer Innovationen“ im Rahmen des 39. DGS-Kongresses (24.–28.09.2018, Göttingen)

Im Rahmen des 39. DGS-Kongresses „Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen“ vom 24. bis 28. September 2018 in Göttingen findet die Veranstaltung „Innovationsfelder: Handlungsfelder der Koordination komplexer Innovationen“ der Sektionen Organisationssoziologie und Wissenschafts- und Technikforschung statt.

Die Art und Weise, in der in westlich geprägten Gegenwartsgesellschaften Neuerungen hervorge- bracht, gesellschaftlich durchgesetzt und legitimiert werden, scheint sich in zweierlei Hinsicht von früheren Formen der Hervorbringung und Etablierung von Neuerungen zu unterscheiden. Neu ist zum einen, dass Neuerungen unterschiedlichster Art als Innovationen thematisiert und behandelt werden: Waren es mit dem Aufkommen des Innovationsbegriffs in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts vor allem technisch-ökonomische Neuerungen, die als Innovationen bezeichnet und gehandhabt wurden, so gilt dies inzwischen ebenso für Neuerungen in Wissenschaft, Politik, Pla- nung, Kunst und in anderen gesellschaftlichen Bereichen. Zum anderen scheint nicht nur für tech- nisch-ökonomische Neuerungen, sondern für dieses breitere Spektrum von Innovationen zuneh- mend zu gelten, dass es Handlungsfelder heterogener individueller und kollektiver Akteure sind, die für deren Entwicklung, Stabilisierung und Durchsetzung verantwortlich sind. Ziel der Sekti- onsveranstaltungen ist es, diese Handlungsfelder und ihre Wirkungsweise als Innovationsfelder besser zu verstehen.

Konsens herrscht heute in der Literatur, dass an Innovationen oft unterschiedliche Organisationen, Individuen bis hin sozialen Bewegungen beteiligt sind. Das belegen etwa nicht nur Studien zu Open Innovation (Chesbrough, 2003), User Innovation (Hippel, 2005) und zu Plattform-Strategien (Altman & Tushman, 2017) bis hin zu Studien zu Innovationsmodellen wie dem des Silicon Valleys (Ferrary & Granovetter, 2009), sondern etwa auch Studien zu sozialen Innovationen (Howaldt & Schwarz, 2010). Konsens besteht ferner darin, dass bei weitem nicht nur materielle Produkte und technische Verfahren Gegenstand von Innovationsprozessen sind, sondern ebenso auch neuartige Modelle (wie Geschäftsmodelle, Modelle der Simulation, des Designs bis zu Formen und Formaten der Visualisierung) und Praktiken (wie die des Crowdsourcing oder des Flash Mobs als neuartige For- men des Versammelns) sowie deren Kombinationen (Rammert, Windeler, Knoblauch, & Hutter, 2016). Konsens besteht zudem, dass seit geraumer Zeit den Wissens-, Kommunikations- und In- formationsinfrastrukturen des Internet für Innovationen oftmals eine prominente Rolle zukommt. Es fehlt allerdings ein genauerer Blick darauf, wie Organisationen, Institutionen, professionelle, organisationale und praxisbezogene Bestände des Wissens und Könnens sowie technische und sonstige Infrastrukturen issue-bezogen miteinander interagieren, um Neuerungen als Innovationen hervorzubringen.

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Beitragseinreichungen sind bis zum 31.03.2018 möglich.

Mehr Informationen können dem vollständigen Call for Papers (PDF) entnommen werden.

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