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Stellenangebote: 6 Open Topic W3-Professuren im Themenfeld Digital Humanities and Digital Social Studies an der FAU in Erlangen

Im Rahmen der Hightech Agenda Bayern besetzt die FAU im neu gegründeten Department Digital Humanities and Social Studies der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie zum frühestmöglichen Zeitpunkt insgesamt bis zu

6 Open Topic W3-Professuren im Themenfeld Digital Humanities and Digital Social Studies

im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit.

Gesucht werden wissenschaftlich hervorragend ausgewiesene Forscherpersönlichkeiten (m/w/d) mit Expertise und Gestaltungskraft insbesondere in folgenden Bereichen der Digitalen Geistes- und Sozialwissenschaften:

  • Research-oriented Data and Knowledge Management
  • Computing Images & Objects in Cultural Heritage
  • Computing Text and Language
  • Analysing Geo-Social Data
  • Human Computer Interaction
  • Governing Data Economies

Die zu besetzenden Professuren forschen und lehren sowohl in der Entwicklung innovativer digitaler Methoden in den und für die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften als auch in der Analyse der digitalen Transformation. Schwerpunkte liegen dabei u.a. besonders in der Entwicklung von Konzepten zum Umgang mit den strukturell komplexen und semiotisch uneindeutigen Datenbeständen entlang eines Datenlebenszyklus; in der computergestützten Analysierbarkeit von Bildern und Objekten und der bildwissenschaftlichen Reflektion (z.B. Critical Machine Vision, Unschärfe); in der Entwicklung von interpretierbaren KI-Verfahren zur Textanalyse wie automatischen und semi- automatischen Verfahren zur hermeneutischen Textinterpretation und der Anbindung neuronaler Modelle an formale Wissensrepräsentationen; in der Nutzung neuer Datenquellen, wie big social & geosocial data, social media data, real time data für die Analyse gesellschaftlicher Prozesse und Strukturen sowie der Untersuchung der mit den neuen Lesbarkeiten einhergehenden Transformation gesellschaftlicher Verhältnisse; in der sozial verantwortlichen Gestaltung von Bedienoberflächen und Schnittstellen im Prozess der Systementwicklung vor dem Hintergrund, dass die Benutzbarkeit von Systemen maßgeblich über Erfolg und Teilhabe von Menschen an gesellschaftlichen Teilsystemen entscheidet und Systeme das Verhalten von Menschen beeinflussen; in der kritischen Auseinandersetzung mit der politischen Regulierung und Gestaltung von Datenökonomien und datafizierten Gesellschaften.

Die Professuren sind in einem neu aufzubauenden Department angesiedelt. Es fokussiert auf die Chancen und Herausforderungen der Datafizierung und Algorithmisierung sozialer und kultureller Phänomene (Objekte und immaterielle Konzepte), wie sie bei den Methoden zur Analyse und Verarbeitung von Daten und datenbasierten Artefakten und bei der Beurteilung der Konsequenzen sowohl für das realweltliche Handlungs- und Gestaltungsfeld »Culture & Society« als auch für das wissenschaftliche Tun im Sinne einer »epistemologischen Transformation« bestehen. Es verschränkt technisch-algorithmische Expertisen mit den epistemologischen, historischen, gesellschaftskritischen und normativ-ethischen Expertisen der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften.

Die FAU sucht hervorragend ausgewiesene, international sichtbare (Publikationen, Netzwerke)  Forschungspersönlichkeiten, die eine enge Verzahnung mit den etablierten Disziplinen der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften anstreben und dabei selbst disziplinenübergreifend ausgerichtet sind, und die die enge Zusammenarbeit in Forschung und Lehre mit der Technischen Fakultät (Department Informatik) sowie mit dem in der naturwissenschaftlichen Fakultät angesiedelten HTA-Department Data Science fortführen und ausbauen. Erfolge im Einwerben von Drittmitteln, vorzugsweise im interdisziplinären Verbund, werden erwartet.

Die Forschungsstärke des Departments soll sich in der Weiterentwicklung der teils englischsprachigen Studiengänge (Bachelor / Master of Arts Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften / Digital Humanities) und in explizit forschungsorientierter Lehre sowie in der Neugestaltung der Promotionsphase niederschlagen.

Das innovative Potenzial des Departments erstreckt sich auch auf die Gestaltung offener Governancestrukturen mit Beteiligung aller Statusgruppen im Department Board, dynamischer Verteilung der Lehrkapazitäten, einem Pool spezialisierter Verwaltungskapazitäten und bedarfsorientierter Ressourcenallokation unter Verzicht auf Lehrstuhlstrukturen.

Zu den Aufgaben gehört die Mitwirkung an der Profilbildung des Departments sowie an der Gestaltung und Weiterentwicklung der neuen transfer- und support-orientierten Competence Unit Research Data/Information (CU-ReDI). Die hervorragenden Chancen der fakultätsübergreifenden Vernetzung sollen für hochkompetitive Verbundprojekte genutzt werden.

Einstellungsvoraussetzungen sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium, pädagogische Eignung, die besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch die Qualität einer Promotion nachgewiesen wird und darüber hinaus zusätzliche wissenschaftliche Leistungen. Letztere werden durch Habilitation oder gleichwertige wissenschaftliche Leistungen nachgewiesen, die auch in einer Tätigkeit außerhalb des Hochschulbereichs oder im Rahmen einer Juniorprofessur erbracht sein können.

Die FAU besitzt das Berufungsrecht. Das 52. Lebensjahr darf zum Zeitpunkt der Ernennung noch nicht vollendet sein. Ausnahmen sind gemäß Art. 10 Abs. 3 Satz 2 BayHSchPG nur in dringenden Fällen möglich.

Die FAU erwartet die Teilnahme an der akademischen Selbstverwaltung, das Engagement zur Einwerbung von Drittmitteln und eine hohe Präsenz an der Universität zur intensiven Betreuung der Studierenden. Die Bereitschaft zur englischsprachigen Lehre wird gewünscht.

Die FAU verfolgt eine Politik der Chancengleichheit unter Ausschluss jeder Form von Diskriminierung. Bewerbungen von Schwerbehinderten werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen von Wissenschaftlerinnen werden ausdrücklich begrüßt. Die FAU ist Mitglied im Verein „Familie in der Hochschule e.V.” und bietet Unterstützung für Dual-Career-Paare an.

Bewerbungen sind mit den üblichen Unterlagen (CV, Schriftenverzeichnis, Lehrerfahrung, Drittmitteleinwerbungen, Zeugnisse und Urkunden) webbasiert unter https://berufungen.fau.de bis zum 23.05.2021 erwünscht, adressiert an den Dekan der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie. Für Fragen und weitere Informationen steht der Dekan unter phil-berufungen@fau.de sehr gerne zur Verfügung.

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